Grundschuld





Kreditsicherheit: Grundschuld



Wer ein Haus kaufen möchte, der wird hierfür mit großer Wahrscheinlichkeit ein Darlehen aufnehmen müssen. Doch da es sich hier um sehr hohe Summen handelt, verlangt die Bank entsprechende Sicherheiten. Die Grundschuld ist beim Kauf von Immobilien die häufigste Variante der Kreditsicherheit.


Sie dient als Absicherung des Darlehens. Dabei wird die Bank als Gläubiger im Grundbuch eingetragen. In der Regel ist die Hausbank, bei der der größte Teil der Immobilienfinanzierung aufgenommen wird, auch der Hauptgläubiger. Sie wird deshalb darauf bestehen, eine erstrangige Grundschuld eintragen zu dürfen. Der Grund liegt darin, dass die erstrangigen Gläubiger im Falle einer Zwangsversteigerung auch als erstes aus den Erlösen dieser bedient werden. Die Eintragung der Grundschuld erfolgt dabei in Abteilung 3 des Grundbuchs.




Im Gegensatz zur Hypothek bietet die Grundschuld deutliche Vorteile. So kann eine Umschuldung ohne allzu großen finanziellen und formalen Umstand vorgenommen werden. Die Grundschuld wird einfach auf einen anderen Darlehensgeber übertragen, etwa auf eine andere Bank, über die die Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist erfolgt.






Gelöscht werden kann eine Grundschuld dagegen nur auf ausdrücklichen Antrag des Darlehensnehmers und erst nachdem das Darlehen vollständig abgezahlt wurde. Ebenfalls sollten die Grundschulden, die noch bestehen, bereits beim Kauf eines Grundstücks offen dargestellt werden. Nur so kann sich der Käufer auch tatsächlich vergewissern, ob die Grundschuld zu Recht besteht oder nicht. Sollte eine eingetragene, erstrangige Grundschuld bestehen, muss man mit deutlich höheren Kosten für den Baukredit rechnen, da eine zweitrangige Grundschuld eine geringere Sicherheit für die Banken darstellt. Diese wiederum lassen sie sich mit erhöhten Zinsen bezahlen.




Die Eintragung der Grundschuld wird beim Kauf eines Grundstücks oder Hauses meist über den Notar abgewickelt. Dabei muss man beachten, dass für die Eintragung einer Grundschuld nochmals Kosten auf einen Hauskäufer zukommen, die man nicht unterschätzen darf. Diese Gebühren gehören zu den Anschaffungskosten des Hauses und können nur bei Unternehmen steuerlich abgesetzt werden oder wenn es sich um Gebäude handelt, die vermietet werden sollen.