Versicherung

Restschulden
Restschulden




Das Risiko der Restschulden




Wie bereits Brecht sagte: „Bankraub ist eine Initiative von Dilettanten. Wahre Profis gründen eine Bank!“




Diese Aussage können viele Kreditnehmer bestätigen. Bei einer Kreditaufnahme muss meist auch eine sogenannte Restschuldversicherung mit abgeschlossen werden. Sie dient dazu, unter bestimmten Umständen (insbesondere im Todesfall) die zu diesem Zeitpunkt noch bestehenden Restschulden zu tilgen. Eigentlich sehr vernünftig, wenn damit nicht eine regelmäßige erhebliche Erhöhung der Kreditkosten verbunden wäre.




Den gleichen Zweck erfüllt auch eine wesentlich billigere und vielleicht beim Kreditnehmer sogar schon vorhandene Risikolebensversicherung. Bereits seit Jahren warnen die Verbraucherzentralen vor Banken, die Restschuldversicherungen nur dazu benutzen, um die Zinsen unbemerkt in die Höhe zu treiben. Dabei sind Einmalprämien von mehreren Tausend Euro keine Seltenheit.




Ob es sinnvoll ist oder nicht, eine solche Versicherung abzuschließen, braucht immer die Beurteilung des jeweiligen Einzelfalls. Besteht die Bank hartnäckig auf den Abschluss einer Restschuldversicherung, so sind auf jeden Fall vorher Preise und Vertragskonditionen zu vergleichen. Hilfe gibt es dabei zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen. Nach neuester Rechtsprechung können Kreditnehmer in vielen Fällen berechtigt sein, aus den bereits bestehenden unvorteilhaften Verträgen auszusteigen und sogar Ansprüche auf Erstattung geltend zu machen. Gründe dafür wären zum Beispiel eine falsche Widerrufsbelehrung oder das verschweigen der Bank vom Erhalt einer Vermittlungsprovision.