Revolving Credit Card


„Revolving Credit Cards“ – Der Beginn einer Schuldenfalle?

Vor einer neuen Kreditkartenart wird von Verbraucherschützern gewarnt, die so genannten Revolving Credit Cards werden in den USA bereits seit längerem genutzt. Hierbei handelt es sich um Karten, mit denen gleichzeitig auch einen Kredit verknüpft ist. Für viele Menschen ist das jedoch der Einstieg in eine Schuldenfalle.

Eine Kreditkarte ist überall ein schnelles und unkompliziertes Zahlungsmittel, im Urlaub, beim Einkauf, beim Tanken, im Restaurant, überall werden diese Karten gerne genommen. Doch auch bei den Kreditkarten gibt es eine große Auswahl und erhebliche Unterschiede. Die meisten großen Banken haben nun auch in Deutschland die so genannten Revolving Credit Cards für ihre Kunden im Angebot. Im Gegensatz zu den üblichen Kreditkarten, bei denen das Geld meist sofort oder zum Monatsende vom Girokonto des Karteninhabers eingezogen wird, funktionieren diese Karten mit einem echten Kredit. Dieser Kredit kann einige Hundert aber auch 10.000 Euro betragen und den Rückzahlungszeitraum und die monatlichen Raten werden vom Kunden selbst bestimmt. Wird das Konto innerhalb einer bestimmten Frist ausgeglichen, üblicherweise ca. 20 Tage, ist dieser Kredit kostenfrei. Bei längeren Laufzeiten fallen Zinsen an.

Die Zinsen für die Kredite einer solchen Revolving Credit Card liegen erheblich über den sonst üblichen Kreditzinsen. So sind es zum Beispiel

  • bei der Deutschen Bank für 10,5 %,
  • bei der Postbank 15,3 % und
  • bei der Advanzia sogar stolze 19,9 %!

Die Anbieter locken damit, dass im Gegensatz zu den anderen Kreditkarten keine Jahresgebühren anfallen und dass der Karteninhaber jederzeit seinen Kredit wieder „nachladen“ kann, sobald ein Teilbetrag getilgt wurde, daher auch der Name Revolving Card. Gerade aber durch dieses unkomplizierte nachladen des Kredites ist hier die Gefahr besonders groß, in eine teurere Kreditfalle abzurutschen. Ganz allmählich und schleichend entwickelt sich ein Dauerschuldverhältnis zusätzlich zum oft noch zusätzlich vorhandenen Dispo des Girokontos.

Für die Banken ist das Risiko einer solchen Revolving Credit Card kaum höher als bei einem normalen Dispokredit, die Kreditzinsen für den Verbraucher dagegen sind erheblich zu hoch. Erwirbt der Karteninhaber zusätzlich noch eine Restschuldversicherung zu seiner Karte, entstehen weitere Kosten, in Einzelfällen ergeben sich so bis zu 30 % einer effektiven Belastung per anno! Das ist deutlich höherer als ein normaler Dispo.