Scoring




Scoring – Fluch oder Segen?




Außer den normalen Auskünften biete die SCHUFA ihren Vertragspartnern auch einen so genannten Score-Wert an und unterscheidet dabei zwei Arten. Zum einen den Basisscore, welcher nach eigener Auskunft in Prozent angegeben und nicht täglich aktualisiert wird. Eine zweite Art des Score-Wertes ist der Branchenscore, dieser wird tagesaktuell berechnet und es gibt ihn in sieben verschiedenen Arten.



Dieser Score-Wert SCHUFA ist jedoch umstritten. Denn selbst wenn sie über ein gehobenes Einkommen verfügen, Vermögenswerte besitzen, eine hervorragende Bonität haben, von jeher immer pünktlich und zuverlässig ihre Rechnungen bezahlen und keinen negativen SCHUFA-Einträge über sie vorliegen, kann es geschehen, dass eine Kreditanfrage von einer Bank oder einem Autohaus abgelehnt wird. Doch warum ist das so?




Ein Score-Wert wird nur berechnet, wenn keine negativen Einträge vorliegen, also wenn sie bisher alle Forderungen ordnungsgemäß unpünktlich erfüllten. Diese eindeutigen Fakten reichten der SCHUFA offensichtlich nicht mehr aus, sie wollte das Risiko ermitteln, welche von den bisher sehr korrekten Kunden in Zukunft die ihnen gestellten Forderungen nicht mehr begleichen würden.





Dazu erfasst die SCHUFA nach eigenen Angaben folgende Dinge:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Wohnort und ehemalige Anschriften
  • Konten
  • Kreditkarten
  • Telekommunikationskonten
  • Kredit- und Leasingverträge





Unberücksichtigt bleiben dabei leider die Daten:

  • Einkommen
  • Verbindlichkeiten
  • Vermögensverhältnisse




Zusammengefasst bedeutet dieses also, dass sie SCHUFA bei einem vorbildlichen Kunden aus eigentlich belanglosen Dingen wie zum Beispiel: gute oder schlechte Wohngegenden, einem möglicherweise ausländischen Vornamen, die Anzahl der Handyverträge, Leasingverträge mit möglicherweise guten oder weniger guten Automarken, Konten oder Kreditkarten bei eventuell „besseren“ oder „schlechteren“ Banken, etc. einen aussagefähigen Score-Wert errechnen will. Ohne den Einbezug so wichtiger Daten wie Einkommen, Vermögen und Verbindlichkeiten, kein dieses Scoring-Verfahren jedoch keine brauchbaren Ergebnisse liefern.




Auch gibt die SCHUFA über ihre Ergebnisse keine Angabe zur Validität, wie viele „schlechte Zahler“ werden durch dieses Scoring wirklich entlarvt und wie viele „Gute“ bekommen einen nicht gerechtfertigtes schlechtes Ergebnis?

Fakt ist, dass Scoring ist das wohl umstrittenste Auskunftsverfahren der SCHUFA.